Rollstuhllift Zuzahlung

Rehabilitationsträger, zu denen unter anderem die gesetzliche Krankversicherung, die Bundesagentur für Arbeit sowie gesetzliche Unfall- und Rentenversicherungen gehören, gewähren unter bestimmten Voraussetzungen eine Zuzahlung zum Rollstuhllift, teilweise auch eine vollständige Übernahme der Kosten.Voraussetzung hierfür ist eine Auflistung des Treppenaufzugs im Rehadat Hilfsmittelverzeichnis. In den DIN EN ISO 9999 Klassen (18/30: “Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden”) wird zwischen einem Treppenlift mit Sitz, einem Treppenlift mit Plattform und Treppensteigern unterschieden.

Rollstuhllift-Zuzahlung durch Reha-Träger

Um einen Kostenträger für den Einbau eines Rollstuhllifts zu finden, sollten sich zunächst an die Servicestellen der Reha-Träger gewendet werden.

Dort erhalten Bürger Auskunft zu möglichen Zuzahlungen. Für die gesetzliche Krankenversicherung besteht keine generelle Leistungspflicht.

Zuschuss durch die Pflegeversicherung

Rollstuhllifte und Treppenlifte werden mit bis zu 4.000 Euro durch die gesetzliche Pflegeversicherung bezuschusst, wenn der Kunde im Rahmen einer wohnumfeldverbessernden Maßnahme einen Eigenanteil von 50% trägt. Voraussetzung für den Zuschuss ist zudem die Beantragung eines Pflegegrades (ehemals Pflegestufe). Der Zuschuss gilt für eine wohnumfeldverbessernde Maßnahme pro Person und kann sich bei Ehepaaren verdoppeln.

Weitere Kostenträger für den Rollstuhllift-Einbau

Bei fremdverschuldeten Unfällen, Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen, welche den Patienten zur Nutzung eines Treppenlifts zwingen, übernimmt entweder die Berufsgenossenschaft des Nutzers oder die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers die Kosten für den Rollstuhllift.

Aber auch die die gesetzliche Rentenversicherung oder die Arbeitsagentur können, abhängig von den geleisteten Sozialversicherungsbeiträgen, in Anspruch genommen werden. Wenn der Treppenlift zur Ausführung des Berufs und zum erreichen des Arbeitsplatzes notwendig ist, zählt er nach dem Sozialgesetzbuch (SGB IX) zu den technischen Arbeitshilfen, was eine Förderung und finanzielle Unterstützung des Patienten ermöglicht.