Rollstuhllift Sicherheit

Besonders für körperlich behinderte Personen und Rollstuhlfahrer greifen besondere Sicherheitsfunktionen und -maßnahmen beim Rollstuhllift. Neben der rutschfesten Liftplattform sind hochwertige Treppenaufzüge mit Sicherheitsgurten, Stützlehnen, Abrollsicherungen und Klappschranken versehen, um den Nutzer während der Fahrt sicher und stabil auf dem Lift zu halten.

Sicherheit geht vor – auch beim Rollstuhllift

Ein zusätzlicher Akku ermöglicht die Weiterfahrt auch während eines Stromausfalls und kann so im Notfall behilflich sein, die Treppe verlassen und Hilfe holen zu können. Rollstuhllifte und Treppenlifter mit Notstromversorgung gehören zur gehobenen Geräteklasse, was sich auch im Anschaffungspreis widerspiegelt.

Gesetzliche Sicherheitsregelungen

Neben den optionalen Sicherheitsfunktionen muss ein Rollstuhllift gesetzliche Mindestanforderungen erfüllen, um für den Betrieb zugelassen zu werden.

Bei Treppenaufzügen greifen sowohl das Gerätesicherheitsgesetz (GSG) als auch das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), welche die Gefährdung von Anwendern und Dritten bei Betrieb eines Rollstuhlliftes vermeiden sollen.

Zur Sicherung der beförderten Personen sollte ein Rollstuhllift bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllen. Hierzu zählen insbesondere Stützlehnen, Rücken- und Armlehnen, Sicherheitsgurte, Klappschranken und Abrollsicherungen.

Im Falle eines Stromausfalls sollte ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer über eine Notstromversorgung verfügen. Alternativ kann mittels Akkubetrieb bei einem Stromausfall die Fahrt fortgesetzt werden.

Eine Notabsenkvorrichtung hilft, den Nutzer wieder auf die Geschossebene zu heben, so dass dieser sich eigenständig weiterbewegen kann.

DIN- und ISO-Normen für Rollstuhllifte

In Deutschland unter Rollstuhl-Treppenfahrstühle den besonderen Richtlinien des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) sowie der Maschinenverordnung (9. ProdSV im Rahmen der Bundesrechtsverordnung).

Folgende Normen gelten für Rollstuhllifte:

    • ISO 9386-2: “kraftbetriebene Hebebühnen für Personen mit eingeschränkter Mobilität – Regeln für Sicherheit, Maße und Betrieb”. Teil 2: “kraftbetriebene Treppenlifte, die sich in einer geneigten Ebene bewegen, für Sitzende, Stehende und Rollstuhlbenutzer”; Stand 2001.
  • DIN EN 81-40: “Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Spezielle Aufzüge für den Personen- und Gütertransport”. Teil 40: “Treppenschrägaufzüge und Plattformaufzüge mit geneigter Fahrbahn für Personen mit Behinderungen”; Stand 2008.

Zur Identifizierung besitzt jeder Rollstuhllift ähnlich einem Fahrstuhl ein Typenschild, welchem die CE-Kennzeichnung, Herstellerangaben, Typen- und Seriennummer, das Baujahr des Gerätes sowie die maximale Belastbarkeit in Kilogramm und Telefonnummern für den Notfall zu entnehmen ist.

Sicherheit bei Rollstuhlliften

Ein Rollstuhllift weist gegenüber herkömmlichen Treppenliften besondere Sicherheits- und Ausstattungsmerkmale auf:

  • Plattform mit rutschfestem Oberflächenmaterial zum komfortablen und sicheren Parken eines Rollstuhls
  • Rampe zum leichten Auffahren mit dem Rollstuhl
  • Einklappbar bei Stillstand und Nichtbenutzung des Lifts, um anderen Personen die normale Nutzung der Treppe zu ermöglichen
  • Barrieren und Bügel, die den Rollstuhlfahrer während der Fahrt sicher auf dem Rollstuhllift halten
  • Höheres Gewicht, stabilere Konstruktion und belastbarere Materialien gegenüber normalen Treppenliften